Veranstaltungen
18.März
2005

Norbert Altenkamp (Sd), Bürgermeister der Stadt
Bad Soden am Taunus
"Lust und Frust eines öffentlichen Amtes"
Vor etwa 20 interessierten Zuhörern in der Villa Bonn hielt Norbert
Altenkamp ein frei vorgetragenes,
launiges Referat über seine Arbeit als Bürgermeister und seine
Erfahrungen nach etwas mehr als einem Jahr Amtszeit.
Kommunalpolitiker mit Leib und Seele, kam er auf etwas ungewöhnlichem
Weg vom westfälischen Marl nach Bad Soden:
nach einer Ausbildung zum Bankkaufmann und dem Studium der
Volkswirtschaftslehre in Münster, wo er bei Sauerlandia
aktiv wurde,
arbeitete er zunächst als Referent der CDU-Fraktion des Kreistages des
Landkreises Recklinghausen, danach
im Büro des Landrates.
Nach Bad Soden kam er über eine bundesweite Ausschreibung, wobei er erst
einmal auf der Karte nachsehen mußte, wo
Bad Soden überhaupt liegt. Sein
mit viel persönlichem Einsatz geführter Wahlkampf nahm die Bad Sodener
Bürger jedoch schnell
für sich ein, so daß er
Anfang März 2004 den aus Altersgründen nicht wieder kandidierenden
Bürgermeister Wilhelm Bender ablöste.
Seither bemüht er sich um die Sanierung des hoch verschuldeten Haushalts der Kurstadt und kann dabei schon
nach einem
Jahr beachtliche Erfolge vorweisen, was ihm nicht nur unter den Bürgern
große Anerkennung eingebracht hat. Obgleich manch ein alteingesessener
Bad Sodener Vorbehalte gehabt haben mag, schließlich hat Bad Soden noch
nie einen so jungen Bürgermeister
gehabt, erreicht seine Beliebtheit und sein Bekanntheitsgrad
Spitzenwerte. Um viele Dinge kümmert er sich in der Stadt persönlich.
Dies bringt neben dem Amt an sich einen Verlust an Privatleben mit sich.
Da werde man auch häufig im Supermarkt angesprochen
und müsse spontan eine Meinung zu allem haben, auch wenn man den
Sachverhalt nicht kenne, was er zuweilen wie einen Test
des neuen Bürgermeisters empfunden habe. Zu schaffen machte ihm
auch anfangs der Klatsch und Tratsch, welchen es in jeder
kleinen Stadt gibt.
Doch die frohen Momente überwiegen: Bad Soden böte große Lebensqualität,
und außerdem: es wohnen dort viele Cartellbrüder...